Indian Mint Farmers fördern regenerativen ökologischen Landbau – Dr. Bronner’s

April 5, 2026

Seit 2005 hat Dr. Bronner’s die Versorgung der überwiegenden Mehrheit seiner Hauptrohstoffe – Kokosnuss-, Palm-, Oliven- und Minzöle – auf Bio- und Fair-Trade-Quellen umgestellt. Jetzt unterstützen wir unsere Partner bei ihrem Umstieg auf eine regenerative Bio-Landwirtschaft. Ein Beispiel ist Pavitramenthe, unser Partner in Bareilly, Indien, etwa 170 Meilen östlich von Delhi. Pavitramenthe beliefert Dr. Bronner’s mit biologischem und fair gehandeltem Minzöl. Das Projekt arbeitet mittlerweile mit mehr als 1.200 Landwirten zusammen, die durchschnittlich weniger als 2 Hektar groß sind. Mitglieder des Special Operations-Teams von Dr. Bronner besuchten das Projekt im November 2017, um die nächsten Schritte zur Umsetzung der regenerativen Bio-Landwirtschaft vor Ort zu planen.




Ein Schlüsselelement des Programms ist der kürzlich gestartete zentrale Kompostbetrieb, der die Landwirte letztendlich mit etwa 10.000 Tonnen subventioniertem Kompost pro Jahr versorgen wird. Dieser Kompost wird verwendet, um den Biomassegehalt in den erschöpften Böden zu erhöhen, die Bodenfruchtbarkeit zu stärken, das mikrobielle Leben zu fördern und die Bindung von atmosphärischem Kohlenstoff zu erleichtern. Die Hardware für das Projekt wurde von der deutschen Entwicklungsagentur GIZ finanziert, während Dr. Bronners Mitarbeiter und Berater (wie Soil and More) technische Beratung leisten.  Kompost ist ein kostengünstiges, aber äußerst wirkungsvolles Werkzeug für Landwirte, das ihnen hilft, ihre Erträge zu steigern, die Wasserhaltekapazität ihres Bodens zu verbessern und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu stärken.




Viele Pavitramenthe-Bauern haben bereits Wurmkompost verwendet, ein Kompostverfahren, bei dem Würmer zum Einsatz kommen, die sie in einfachen Gruben in ihren Häusern und auf ihren Bauernhöfen produzieren. Es dient als Dünger und Top-Dressing beim Anbau neuer Pflanzen. Viele dieser Wurmkompostgruben befinden sich in der Nähe dörflicher Bauernhöfe. Landwirte gießen die Betonplatte für die Kompostgrube, während Schutznetze und Pfosten durch die Fair-Trade-Prämie finanziert werden – weitere 10 %, die den Münzölkäufern in Rechnung gestellt werden und zur Finanzierung von Projekten wie diesem verwendet werden können.

Die Minimierung von Bodenstörungen ist ein wichtiger Aspekt für jeden regenerativen Bio-Bauernhof. Regelmäßige schwere Bodenbearbeitung wie Pflügen zerstört die Bodenstruktur, stört die Mikrobenpopulation und gibt Kohlenstoff in die Atmosphäre ab. Pavitramenthe-Landwirte testen neue konservierende Bodenbearbeitungstechniken und -werkzeuge wie Walzenschneider, Eggen und Direktsaatmaschinen, um Bodenstörungen zu minimieren und organische Bodensubstanz zu erhalten. Auch die lokale Herstellung konservierender Bodenbearbeitungsgeräte wurde durch den GIZ-Zuschuss finanziert.

Der November ist in Uttar Pradesh die Linsenerntezeit. Pavitramenthe-Bauern haben zunehmend damit begonnen, Linsen und andere Hülsenfrüchte (wie Bohnen und Erbsen) in ihrer Fruchtfolge anzupflanzen. Abgesehen davon, dass sie eine gesunde, pflanzliche Proteinquelle darstellen, spielen Hülsenfrüchte eine wichtige Rolle in der regenerativen Bio-Landwirtschaft. Sie binden Luftstickstoff und wandeln ihn in organischen Stickstoffdünger um, wodurch der Bedarf an synthetischem Dünger verringert und gleichzeitig die Böden stabilisiert werden. Auch eine Diversifizierung der Fruchtfolgen kann den Schädlingsdruck verringern. Delphi Organic, ein deutscher Importeur von Bio-Produkten, war bei unserem Besuch in Bareilly im November dabei und zeigte großes Interesse daran, einige seiner Bio- und Fair-Trade-Hülsenfrüchte von Pavitramenthe zu beziehen.




Pavitramenthe-Bauern haben auch damit begonnen, Zwischenfrüchte auf ihren Feldern anzubauen. Die größtmögliche Bedeckung der Felder ist ein Grundprinzip der regenerativen Biolandwirtschaft. Zwischenfrüchte können eine Schlüsselrolle bei der Verringerung der Erosion, der Bindung von Luftstickstoff, dem Aufbau der Bodenstruktur, der Unterdrückung von Unkraut und der Erzeugung von Biomasse spielen. Dieser Pavitramenthe-Bauer hat während einer ansonsten brachliegenden Zeit eine Zwischenfrucht von Dhaincha angebaut. Die Dhaincha (auch als Sesbania bekannt) ist eine weitere Hülsenfrucht, die entweder als „Gründüngung“ in den Boden gestreut oder zur Verwendung als Faser oder Tierfutter geerntet werden kann.

Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat Pavitramenthe auch große Fortschritte in der Gemeindeentwicklung gemacht. Zusätzlich zu landwirtschaftlichen Projekten wie Wurmkompostgruben hat Pavitramenthe ermöglicht


und finanzierte medizinische Camps, den Bau von Heimtoiletten und die Verteilung von Wasserkühlern für Trinkwasser. Diese Projekte wurden durch die Fair-Trade-Prämie von Dr. Bronner’s, Pavitramenthes Hauptabnehmer von Bio-Minzöl, finanziert. Ein weiteres Projekt zielt auf die Entwicklung von Fähigkeiten und Einkommensmöglichkeiten für Frauen ab. Viele Frauen in Bareilly und den umliegenden Gemeinden stellen Saris für den nationalen und internationalen Markt her. Pavitramenthe hat mit Kunsthandwerkerinnen zusammengearbeitet, um ihre Arbeitsbedingungen durch bessere Werkzeuge und Beleuchtung zu verbessern. Diese Art der Kompetenzentwicklung ist zusammen mit einem umfangreichen Kapazitätsaufbauprogramm für Landwirte zur Vermittlung regenerativer Fähigkeiten ein Schlüsselelement im gesamten von der GIZ finanzierten regenerativen Programm.

 

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